{"id":2713,"date":"2014-11-12T20:28:42","date_gmt":"2014-11-12T19:28:42","guid":{"rendered":"http:\/\/www.palliativpsychologie.de\/?page_id=2713"},"modified":"2014-11-13T13:57:28","modified_gmt":"2014-11-13T12:57:28","slug":"faq","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.palliativpsychologie.de\/?page_id=2713","title":{"rendered":"FAQ"},"content":{"rendered":"<h2><strong>Was unterscheidet Dignity Therapy von Biographiearbeit?<\/strong><\/h2>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">Der empirisch fundierte Fragenkatalog, der explizit das W\u00fcrde-Gef\u00fchl st\u00e4rkt und vor allem die Erstellung eines Dokuments.<\/p>\n<h2>Muss man das Gespr\u00e4ch verschriftlichen oder kann man auch nur den Fragenkatalog verwenden?<\/h2>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">Man kann nat\u00fcrlich auch nur die Fragen verwenden, aber das Wesentliche an DT ist die Verschriftlichung des Gespr\u00e4chs und der Prozess, der durch das Vorlesen und Besprechen mit dem Patienten stattfindet. Ein Dokument kann hinterlassen werden, ein Gespr\u00e4ch nicht.<\/p>\n<h2>Wer kann DT durchf\u00fchren?<\/h2>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">Es handelt sich um eine psychologische \/ psychotherapeutische Intervention. Es wird kaum m\u00f6glich sein, DT aus einem psychotherapeutischen Kontext herauszul\u00f6sen, da es sich nicht um eine neutrale Umfrage handelt, sondern bei den Patienten tiefe innere Prozesse ausgel\u00f6st werden k\u00f6nnen. Der Interviewer sollte also darin ge\u00fcbt sein, gut zuh\u00f6ren zu k\u00f6nnen, Emotionen des Gegen\u00fcbers auszuhalten, das Wesentliche des Erz\u00e4hlten zu erfassen, das Gespr\u00e4ch empathisch zu f\u00fchren, die eigenen Reaktionen einordnen zu k\u00f6nnen und somit professionelle N\u00e4he zulassen zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<h2>Wie lange dauert eine solche Intervention?<\/h2>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">Das eigentliche DT-Gespr\u00e4ch dauert etwa 1 Stunde, je nach Erz\u00e4hlfreude und Kraftressourcen des Patienten. Danach muss die Aufnahme transkribiert werden, was je nach Tippgeschwindigkeit unterschiedlich viel Zeit in Anspruch nehmen wird, wobei der Text noch bearbeitet werden muss (zeitliche Reihenfolge, ggf. Umstellen einzelner Textpassagen etc.). F\u00fcr die weitere Besprechung mit dem Patienten m\u00fcssen noch einmal 1 bis 3 Treffen anberaumt werden. Die Erfahrung zeigt, dass f\u00fcr die komplette Durchf\u00fchrung einer DT mit ca. 3 Arbeitstagen gerechnet werden muss.<\/p>\n<h2>Kann der Patient die Fragen auch selbst f\u00fcr sich beantworten?<\/h2>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">Es w\u00fcrde sicher nicht den gleichen Effekt haben, wenn ein Patient nur den Fragenkatalog vorgelegt bekommt und die Fragen f\u00fcr sich alleine beantwortet. Die Antworten erhalten mehr Tiefe durch das Erz\u00e4hlen, sind eingebettet in ein Beziehungsgeschehen. Der Therapeut stellt z.B. kleine R\u00fcckfragen, die gezielt das W\u00fcrde-Gef\u00fchl st\u00e4rken. Auch sehr kritische \u00c4u\u00dferungen etwa bez\u00fcglich des Partners oder der Kinder werden im Dialog noch einmal beleuchtet: Will man eine solche Aussage wirklich als Hinterlassenschaft den Angeh\u00f6rigen in die Hand geben? Welche Verletzungen oder Entt\u00e4uschungen stehen dahinter? Allein zu Selbstreflexion gibt es sicherlich andere M\u00f6glichkeiten als die DT.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Was unterscheidet Dignity Therapy von Biographiearbeit? Der empirisch fundierte Fragenkatalog, der explizit das W\u00fcrde-Gef\u00fchl st\u00e4rkt und vor allem die Erstellung eines Dokuments. Muss man das Gespr\u00e4ch verschriftlichen oder kann man auch nur den Fragenkatalog verwenden? 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