{"id":1484,"date":"2013-05-10T18:56:16","date_gmt":"2013-05-10T16:56:16","guid":{"rendered":"http:\/\/www.palliativpsychologie.de\/?page_id=1484"},"modified":"2014-11-12T21:21:11","modified_gmt":"2014-11-12T20:21:11","slug":"mitgefuhl","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.palliativpsychologie.de\/?page_id=1484","title":{"rendered":"Mitgef\u00fchl"},"content":{"rendered":"<div class='AlphabeticList'><a href='https:\/\/www.palliativpsychologie.de\/?page_id=1229#A'>A<\/a> <a href='https:\/\/www.palliativpsychologie.de\/?page_id=1229#B'>B<\/a> <a href='https:\/\/www.palliativpsychologie.de\/?page_id=1229#D'>D<\/a> <a href='https:\/\/www.palliativpsychologie.de\/?page_id=1229#F'>F<\/a> <a href='https:\/\/www.palliativpsychologie.de\/?page_id=1229#G'>G<\/a> <a href='https:\/\/www.palliativpsychologie.de\/?page_id=1229#H'>H<\/a> <a href='https:\/\/www.palliativpsychologie.de\/?page_id=1229#I'>I<\/a> <a href='https:\/\/www.palliativpsychologie.de\/?page_id=1229#K'>K<\/a> <a href='https:\/\/www.palliativpsychologie.de\/?page_id=1229#L'>L<\/a> <a href='https:\/\/www.palliativpsychologie.de\/?page_id=1229#M'>M<\/a> <a href='https:\/\/www.palliativpsychologie.de\/?page_id=1229#N'>N<\/a> <a href='https:\/\/www.palliativpsychologie.de\/?page_id=1229#P'>P<\/a> <a href='https:\/\/www.palliativpsychologie.de\/?page_id=1229#R'>R<\/a> <a href='https:\/\/www.palliativpsychologie.de\/?page_id=1229#S'>S<\/a> <a href='https:\/\/www.palliativpsychologie.de\/?page_id=1229#T'>T<\/a> <a href='https:\/\/www.palliativpsychologie.de\/?page_id=1229#V'>V<\/a> <a href='https:\/\/www.palliativpsychologie.de\/?page_id=1229#W'>W<\/a> <a href='https:\/\/www.palliativpsychologie.de\/?page_id=1229#Z'>Z<\/a> <\/div><p>Handeln aus Mitgef\u00fchl hei\u00dft: Handeln im Bewusstsein, dass &#8222;Patient&#8220;und &#8222;Behandler&#8220; nur Rollen sind, diese aber in Wahrheit im gleichen Boot sitzen (auch wir selbst und unsere Angeh\u00f6rigen sind sterblich!). Mitgef\u00fchl zu empfinden hei\u00dft: sich seiner eigenen <a href='https:\/\/www.palliativpsychologie.de\/?page_id=1539'>Verletzlichkeit<\/a> bewusst zu sein.<\/p>\n<p>Als menschliche Wesen sind wir \u00e4u\u00dferst verletzlich, k\u00f6rperlich wie psychisch. Und wir sind uns dessen bewusst. Wir versuchen vielleicht, uns Schutzmauern aufzubauen oder durch Kontrollmechanismen eine vermeintliche Sicherheit aufzubauen, aber im Grunde sind wir gegen das, was das <a href='https:\/\/www.palliativpsychologie.de\/?page_id=1474'>Leben<\/a> mit sich bringt, schutzlos. Wenn wir uns unserer absoluten <a href='https:\/\/www.palliativpsychologie.de\/?page_id=1539'>Verletzlichkeit<\/a> bewusst werden (irgendwann stirbt dieser K\u00f6rper), wenn wir uns eingestehen, dass es keinen wirklichen Schutz vor dem Ungewissen und Unberechenbaren gibt, dann bleibt uns nur eines: Vertrauen.<\/p>\n<p>Vertrauen in dieses <a href='https:\/\/www.palliativpsychologie.de\/?page_id=1474'>Leben<\/a>, das doch so unfassbar ist. Vielleicht erfahren wir dann auch, dass wir mehr sind, als nur dieser K\u00f6rper und diese Psyche. Dass wir Teil eines gro\u00dfen Ganzen sind, das wir mit unserem Denken nicht erfassen k\u00f6nnen. Wenn wir uns in solcher Weise unserer Verletzlichkeit bewusst werden, werden wir durchl\u00e4ssig f\u00fcr das Wissen um das Eingebunden sein ins <a href='https:\/\/www.palliativpsychologie.de\/?page_id=1474'>Leben<\/a>.<\/p>\n<p>Mitgef\u00fchl ist eigentlich kein Gef\u00fchl, sondern eine Haltung &#8211; ein sich-verbunden-Wissen. Wenn wir aus Mitgef\u00fchl handeln, dann wollen wir nicht helfen, weil uns jemand Leid tut oder wir uns etwas beweisen wollen. Wir handeln, weil es einen Impuls gibt aus dem verbunden-Sein in <a href='https:\/\/www.palliativpsychologie.de\/?page_id=1539'>Verletzlichkeit<\/a>.<\/p>\n<p>Eine Haltung des Mitgef\u00fchls dr\u00fcckt sich aus durch <a href='https:\/\/www.palliativpsychologie.de\/?page_id=1409'>Achtsamkeit<\/a>, Respekt vor dem Gegen\u00fcber und vor seinem <a href='https:\/\/www.palliativpsychologie.de\/?page_id=1515'>Schicksal<\/a>, Offenheit und Zugewandtheit.<br \/>\nIm Mitgef\u00fchl verbunden sein hei\u00dft, die Schwingungen des Gegen\u00fcbers wahrzunehmen und Anteil daran zu nehmen, ohne sich damit zu identifizieren.<\/p>\n<p>Mitgef\u00fchl hei\u00dft: Einen starken R\u00fccken, aber ein offenes Herz zu haben.<\/p>\n<p>Mitgef\u00fchl stellt ein zentrales Moment in der Begleitung Sterbender und derer Angeh\u00f6riger dar.<\/p>\n<h3>Literaturhinweis<\/h3>\n<p>Wer sich eingehender mit Mitgef\u00fchl besch\u00e4ftigen will, sei auf das Buch &#8222;Mitgef\u00fchl &#8211; In Alltag und Forschung&#8220; von Tania Singer und Matthias Bolz (Hrsg.) hingewiesen. Das Buch kann kostenfrei in verschiedenen Formaten heruntergeladen werden:<br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.compassion-training.org\" target=\"_blank\">http:\/\/www.compassion-training.org<\/a><\/p>\n<p>Darin enthalten ist ein Lehrplan f\u00fcr die professionelle Weiterbildung<br \/>\nin mitf\u00fchlender Sterbebegleitung &#8222;Being with Dying&#8220;, welcher u.a. auf dem &#8222;A.B.I.D.E Compassion Model&#8220; von Joan Halifax beruht.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>A B D F G H I K L M N P R S T V W Z Handeln aus Mitgef\u00fchl hei\u00dft: Handeln im Bewusstsein, dass &#8222;Patient&#8220;und &#8222;Behandler&#8220; nur Rollen sind, diese aber in Wahrheit im gleichen Boot sitzen (auch &hellip; <a href=\"https:\/\/www.palliativpsychologie.de\/?page_id=1484\">Weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"parent":1229,"menu_order":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"sidebar-page.php","meta":{"footnotes":""},"class_list":["post-1484","page","type-page","status-publish","hentry"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.palliativpsychologie.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/1484","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.palliativpsychologie.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.palliativpsychologie.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.palliativpsychologie.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.palliativpsychologie.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=1484"}],"version-history":[{"count":7,"href":"https:\/\/www.palliativpsychologie.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/1484\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":2721,"href":"https:\/\/www.palliativpsychologie.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/1484\/revisions\/2721"}],"up":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.palliativpsychologie.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/1229"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.palliativpsychologie.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=1484"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}