{"id":1468,"date":"2013-05-10T18:43:25","date_gmt":"2013-05-10T16:43:25","guid":{"rendered":"http:\/\/www.palliativpsychologie.de\/?page_id=1468"},"modified":"2013-05-10T18:43:25","modified_gmt":"2013-05-10T16:43:25","slug":"kommunikation","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.palliativpsychologie.de\/?page_id=1468","title":{"rendered":"Kommunikation"},"content":{"rendered":"<div class='AlphabeticList'><a href='https:\/\/www.palliativpsychologie.de\/?page_id=1229#A'>A<\/a> <a href='https:\/\/www.palliativpsychologie.de\/?page_id=1229#B'>B<\/a> <a href='https:\/\/www.palliativpsychologie.de\/?page_id=1229#D'>D<\/a> <a href='https:\/\/www.palliativpsychologie.de\/?page_id=1229#F'>F<\/a> <a href='https:\/\/www.palliativpsychologie.de\/?page_id=1229#G'>G<\/a> <a href='https:\/\/www.palliativpsychologie.de\/?page_id=1229#H'>H<\/a> <a href='https:\/\/www.palliativpsychologie.de\/?page_id=1229#I'>I<\/a> <a href='https:\/\/www.palliativpsychologie.de\/?page_id=1229#K'>K<\/a> <a href='https:\/\/www.palliativpsychologie.de\/?page_id=1229#L'>L<\/a> <a href='https:\/\/www.palliativpsychologie.de\/?page_id=1229#M'>M<\/a> <a href='https:\/\/www.palliativpsychologie.de\/?page_id=1229#N'>N<\/a> <a href='https:\/\/www.palliativpsychologie.de\/?page_id=1229#P'>P<\/a> <a href='https:\/\/www.palliativpsychologie.de\/?page_id=1229#R'>R<\/a> <a href='https:\/\/www.palliativpsychologie.de\/?page_id=1229#S'>S<\/a> <a href='https:\/\/www.palliativpsychologie.de\/?page_id=1229#T'>T<\/a> <a href='https:\/\/www.palliativpsychologie.de\/?page_id=1229#V'>V<\/a> <a href='https:\/\/www.palliativpsychologie.de\/?page_id=1229#W'>W<\/a> <a href='https:\/\/www.palliativpsychologie.de\/?page_id=1229#Z'>Z<\/a> <\/div><p>Kommunikation ist in aller Munde. Man wei\u00df schon gar nicht mehr, was damit gesagt werden soll und kann es auch schon gar nicht mehr h\u00f6ren &#8211; ist nicht <em>alles<\/em> Kommunikation?<br \/>\nTats\u00e4chlich ist Kommunikation ein Grundmerkmal allen Lebens. Alle lebenden Systeme sind dadurch gekennzeichnet, dass ihre einzelnen Bestandteile miteinander kommunizieren und dass auch die einzelnen Systeme (die wiederum Bestandteile \u00fcbergeordneter Systeme sind) miteinander kommunizieren, hei\u00dft: Informationen austauschen. Die Information, \u00fcber die ein Systemmitglied verf\u00fcgt, muss den anderen Systemmitgliedern mitgeteilt werden, damit das <a href='https:\/\/www.palliativpsychologie.de\/?page_id=1519'>System<\/a> insgesamt ad\u00e4quat auf die Anforderungen des Lebens (=einer sich st\u00e4ndig ver\u00e4ndernden Au\u00dfen- oder Innenwelt) reagieren kann. Die einzelnen Systemmitglieder verf\u00fcgen \u00fcber unterschiedliche Informationen, weil sie unterschiedliche Rollen im <a href='https:\/\/www.palliativpsychologie.de\/?page_id=1519'>System<\/a> einnehmen (das Auge erfasst andere Informationen als das Ohr), sie sind mehr oder weniger spezialisiert und darauf angewiesen, dass die Einzelinformationen miteinander verkn\u00fcpft und verarbeitet werden. Auch umgekehrt flie\u00dfen dann wieder Informationen an die einzelnen Systemmitglieder, damit diese weiterhin im Sinne des Gesamtsystems arbeiten k\u00f6nnen und ggf. Unstimmigkeiten r\u00fcckmelden k\u00f6nnen (Feedback).<br \/>\nDar\u00fcber hinaus werden Informationen nie objektiv wahrgenommen und weitergegeben, sondern von vornherein interpretiert. Die Art und Weise der Interpretation ist von vielen Faktoren abh\u00e4ngig, u.a. von der Vorerfahrung, der emotionalen Verfassung, den Intentionen.<\/p>\n<p>Kommunikation dient nicht nur dazu, ein m\u00f6glichst vollst\u00e4ndiges Bild vom Patienten und dessen Umfeld zu erhalten, sondern auch dazu, die unterschiedlichen &#8222;Beobachter&#8220;-Standpunkte, welche f\u00fcr die Entstehung unterschiedlicher Bilder verantwortlich sind, gegenseitig sichtbar und somit verst\u00e4ndlich und nachvollziehbar zu machen. Als Metapher sei an die Geschichte von den Blinden erinnert, die abh\u00e4ngig von ihrem Standpunkt einen Elefanten entweder als schlangen\u00e4hnliches Wesen (R\u00fcssel), als flaches Blatt (Ohr), als s\u00e4ulenartig (Bein) u.s.w. beschreiben und nur durch Einbeziehung ihrer Ausgangsposition zu einem ann\u00e4hernd wirklichkeitsgetreuen Bild kommen werden.<br \/>\nDer Abgleich der unterschiedlichen Standpunkte und Perspektiven ist eine der Aufgaben von Supervision.<\/p>\n<p>Es ist offensichtlich, dass menschliche Kommunikation sehr &#8222;st\u00f6ranf\u00e4llig&#8220; und somit von Missverst\u00e4ndnissen gepr\u00e4gt ist. Zahlreiche Beispiele daf\u00fcr lie\u00dfen sich auch aus dem palliativen Berufsalltag finden: &#8222;Wir haben doch klar vereinbart, dass&#8230;&#8220;, &#8222;Der Patient wurde x-Mal aufgekl\u00e4ft&#8220;, &#8222;Mir war nicht klar, mit welchen Konsequenzen die Entscheidung verbunden war&#8220; etc.<br \/>\nEs kommt also nicht nur darauf an, <em>dass<\/em> miteinander kommuniziert wird, sondern auch <em>wie<\/em>. Es gibt viele psychologische Modelle, die Kommunikation untersuchen und deren Funktionsweise transparent machen, etwa &#8222;die vier Seiten einer Nachricht&#8220; von Schulz von Thun oder die &#8222;Gewaltfreie Kommunikation&#8220; nach Marshall B. Rosenberg. Es kann als Tatsache gelten, dass Kommunikation ge\u00fcbt werden muss, da wir aus Gewohnheit bzw. aus Un-<a href='https:\/\/www.palliativpsychologie.de\/?page_id=1409'>Achtsamkeit<\/a> immer Gefahr laufen, aneinander vorbei zu reden.<\/p>\n<p>Bei der Kommunikation ist letztlich ausschlaggebend, was wirklich beim Patienten (bei Angeh\u00f6rigen, bei Kollegen etc.) ankommt. Es empfiehlt sich nachzufragen, was von dem, was gerade erkl\u00e4rt wurde, beim Anderen angekommen ist (&#8222;Mir ist wichtig, dass Sie das Gesagte richtig verstanden haben. W\u00fcrden Sie bitte kurz in Ihren Worten wiedergeben, was Sie verstanden haben?&#8220;).<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>A B D F G H I K L M N P R S T V W Z Kommunikation ist in aller Munde. 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