{"id":1444,"date":"2013-05-10T18:29:26","date_gmt":"2013-05-10T16:29:26","guid":{"rendered":"http:\/\/www.palliativpsychologie.de\/?page_id=1444"},"modified":"2013-05-10T18:29:26","modified_gmt":"2013-05-10T16:29:26","slug":"demut","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.palliativpsychologie.de\/?page_id=1444","title":{"rendered":"Demut"},"content":{"rendered":"<div class='AlphabeticList'><a href='https:\/\/www.palliativpsychologie.de\/?page_id=1229#A'>A<\/a> <a href='https:\/\/www.palliativpsychologie.de\/?page_id=1229#B'>B<\/a> <a href='https:\/\/www.palliativpsychologie.de\/?page_id=1229#D'>D<\/a> <a href='https:\/\/www.palliativpsychologie.de\/?page_id=1229#F'>F<\/a> <a href='https:\/\/www.palliativpsychologie.de\/?page_id=1229#G'>G<\/a> <a href='https:\/\/www.palliativpsychologie.de\/?page_id=1229#H'>H<\/a> <a href='https:\/\/www.palliativpsychologie.de\/?page_id=1229#I'>I<\/a> <a href='https:\/\/www.palliativpsychologie.de\/?page_id=1229#K'>K<\/a> <a href='https:\/\/www.palliativpsychologie.de\/?page_id=1229#L'>L<\/a> <a href='https:\/\/www.palliativpsychologie.de\/?page_id=1229#M'>M<\/a> <a href='https:\/\/www.palliativpsychologie.de\/?page_id=1229#N'>N<\/a> <a href='https:\/\/www.palliativpsychologie.de\/?page_id=1229#P'>P<\/a> <a href='https:\/\/www.palliativpsychologie.de\/?page_id=1229#R'>R<\/a> <a href='https:\/\/www.palliativpsychologie.de\/?page_id=1229#S'>S<\/a> <a href='https:\/\/www.palliativpsychologie.de\/?page_id=1229#T'>T<\/a> <a href='https:\/\/www.palliativpsychologie.de\/?page_id=1229#V'>V<\/a> <a href='https:\/\/www.palliativpsychologie.de\/?page_id=1229#W'>W<\/a> <a href='https:\/\/www.palliativpsychologie.de\/?page_id=1229#Z'>Z<\/a> <\/div><p>Ein altes, aber kaum durch neuere Begriffe ersetzbares Wort, das eine Haltung beschreibt, bei der nicht der eigene Wille, die eigene Vorstellung oder Moral handlungsweisend wirkt, sondern das sich Einf\u00fcgen in einen vorgegebenen oder \u00fcbergeordneten Vorgang. Von der Wortherkunft her bedeutet Demut &#8222;die Gesinnung eines Gefolgsmannes, eines Dieners&#8220; (Dien-Mut). Ein zentraler Begriff bei der Sterbebegleitung, denn die Achtung der W\u00fcrde eines Menschen beinhaltet das Respektieren seiner Entscheidungen. Wir sollten uns als Behandler und Begleiter nicht anma\u00dfen zu wissen, was f\u00fcr den Patienten und seine Angeh\u00f6rigen richtig ist oder besser w\u00e4re. Wir k\u00f6nnen aus unserem Wissen und unserer professionellen Perspektive heraus Angebote machen. Und wir m\u00fcssen immer pr\u00fcfen, aus welcher Motivation heraus wir ein Behandlungsangebot machen. Um in Demut handeln zu k\u00f6nnen, m\u00fcssen wir einerseits uns selbst gut kennen, andererseits in guter Verbindung mit dem Gegen\u00fcber stehen. Der Begriff Demut weist auf die spirituelle Dimension hin, weil damit ein Handeln aus dem Bewusstsein \u00fcber das Eingebundensein ins <a href='https:\/\/www.palliativpsychologie.de\/?page_id=1474'>Leben<\/a>, in eine \u00fcbergeordnete Wirklichkeit, aber auch \u00fcber die absolute <a href='https:\/\/www.palliativpsychologie.de\/?page_id=1539'>Verletzlichkeit<\/a> des Seins angesprochen wird.<\/p>\n<p>In der christlichen Kunst kommt die Haltung der Demut in der Darstellung von Christi <a href='https:\/\/www.palliativpsychologie.de\/?page_id=1458'>Geburt<\/a> bzw. der Anbetung Christi zum Ausdruck:<\/p>\n<p>Das Bild <a href=\"http:\/\/www.palliativpsychologie.de\/wp-content\/uploads\/BOUTS-Dieric-the-Elder_2.jpg\" target=\"_blank\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" wp-image-1344 alignleft\" title=\"BOUTS, Dieric the Elder_2\" alt=\"Die Geburt Christi\" src=\"http:\/\/www.palliativpsychologie.de\/wp-content\/uploads\/BOUTS-Dieric-the-Elder_2-152x300.jpg\" width=\"110\" height=\"208\" \/><\/a>zeigt ein neugeborenes Kind. Es ist v\u00f6llig nackt und verletzbar. Es kann nichts tun oder leisten. Es ist einfach da. Es zeigt, dass wir Menschen Gesch\u00f6pfe Gottes sind, dass wir sein Ebenbild sind und somit das G\u00f6ttliche in uns tragen. Dies verleiht uns <a href='https:\/\/www.palliativpsychologie.de\/?page_id=1547'>W\u00fcrde<\/a>. Diese <a href='https:\/\/www.palliativpsychologie.de\/?page_id=1547'>W\u00fcrde<\/a> kann uns nicht genommen werden. Dies wird im Bild durch die Haltung der Umstehenden ausgedr\u00fcckt, die diesem Kind die <a href='https:\/\/www.palliativpsychologie.de\/?page_id=1547'>W\u00fcrde<\/a> erweisen.<br \/>\nDie Umstehenden nehmen die Haltung der Demut ein: Sie beugen sich vor dem G\u00f6ttlichen in uns und erweisen diesem die Ehre. Das K\u00f6rperliche tritt dadurch in den Hintergrund. Die k\u00f6rperliche Abh\u00e4ngigkeit und Hilfsbed\u00fcrftigkeit erinnert uns daran, dass wir absolut verletzliche Wesen sind. Sie erinnert uns aber auch daran, dass unsere W\u00fcrde nicht aus unserem k\u00f6rperlichen Dasein erw\u00e4chst, sondern uns von <a href='https:\/\/www.palliativpsychologie.de\/?page_id=1458'>Geburt<\/a> an mitgegeben ist.<\/p>\n<p>Insofern mag es auch f\u00fcr die Betroffenen hilfreich sein, der eigenen Hilfsbed\u00fcrftigkeit aufgrund der k\u00f6rperlichen Abh\u00e4ngigkeit in einer Haltung der Demut zu begegnen: Indem ich meine k\u00f6rperliche Abh\u00e4ngigkeit als Ausdruck meiner absoluten <a href='https:\/\/www.palliativpsychologie.de\/?page_id=1539'>Verletzlichkeit<\/a> annehme, verliere ich nicht meine <a href='https:\/\/www.palliativpsychologie.de\/?page_id=1547'>W\u00fcrde<\/a>.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>A B D F G H I K L M N P R S T V W Z Ein altes, aber kaum durch neuere Begriffe ersetzbares Wort, das eine Haltung beschreibt, bei der nicht der eigene Wille, die eigene Vorstellung &hellip; <a href=\"https:\/\/www.palliativpsychologie.de\/?page_id=1444\">Weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"parent":1229,"menu_order":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"sidebar-page.php","meta":{"footnotes":""},"class_list":["post-1444","page","type-page","status-publish","hentry"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.palliativpsychologie.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/1444","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.palliativpsychologie.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.palliativpsychologie.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.palliativpsychologie.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.palliativpsychologie.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=1444"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/www.palliativpsychologie.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/1444\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":1445,"href":"https:\/\/www.palliativpsychologie.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/1444\/revisions\/1445"}],"up":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.palliativpsychologie.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/1229"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.palliativpsychologie.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=1444"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}